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Web 2.0: Unternehmen bauen Internetgeschäft aus
2. Juni 2006
Amerika hat es vorgemacht, Deutschland zieht nach. Die deutschen Unternehmen wollen bis 2009 rund 20 Milliarden Euro in das Online-Geschäft investieren.
Dabei setzen sie auf eine Vernetzung frei zugänglicher Internetseiten, so genannte Open-Sourcen-Plattformen mit kommerziellen Webangeboten. Die Verbraucher sollen dann auf speziellen Listen ihre bevorzugten Produkte veröffentlichen und weiterempfehlen können.
Von der Verknüpfung versprechen sich die Unternehmen verbesserte Reichweiten. Die Erlöse der Internetwirtschaft in Deutschland dürften sich aufgrund der Neuausrichtung mehr als verdoppeln. In den nächsten drei Jahren ist mit einem Anstieg des Gesamtvolumens auf insgesamt rund 800 Milliarden Euro zu rechnen. Das ist das Ergebnis einer Markteinschätzung der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting.
Insbesondere Online-Gemeinschaften sollen zum Erfolg beitragen. Dafür wollen die Internetunternehmen das Geschäft durch zusätzliche Shops auf externen Internetseiten dezentralisieren. Fast jeder Zweite beabsichtigt, auf Themenplattformen der Web-2.0-Generation virtuelle Zweigstellen einzurichten. Der Vorteil: Die Händler können ihre Zielgruppen dann direkter ansprechen. Aber auch private Internettagebücher, so genannte Weblogs, wecken mittlerweile das Interesse der Online-Händler. Jeder dritte Anbieter will dezentrale Diskussionsseiten als Verkaufsfläche nutzen. Der Anteil entsprechender externer Aktivitäten am Gesamtumsatz dürfte bis 2010 rund 60 Prozent betragen.
„Web 2.0 birgt auf diesem Wege ein enormes Umsatzpotenzial für den Online-Handel. Das dezentrale Hauptgeschäft werden die Unternehmen durch private Web-2.0-Themenplattformen generieren“, sagt Bernd Janke, Telekommunikationsexperte von Steria Mummert Consulting.
