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Versicherungen verlieren bis 2020 über 13 Millionen Verträge
27. Juni 2006
Der demografische Wandel in Deutschland führt zu einem dramatischen Rück-gang im Versicherungsbestand. Bis 2020 verzeichnen die Assekuranzen hierzu-lande voraussichtlich ein Minus von über 13 Millionen Verträgen. Vor allem der Rückgang bei den 40- bis 49-Jährigen macht der Branche zu schaffen.
Der demografische Wandel in Deutschland führt zu einem dramatischen Rückgang im Versicherungsbestand. Bis 2020 verzeichnen die Assekuranzen hierzulande voraussichtlich ein Minus von über 13 Millionen Verträgen. Vor allem der Rückgang bei den 40- bis 49-Jährigen macht der Branche zu schaffen.
Die gute Nachricht: Der starke Vertragsrückgang wird von den über 50-Jährigen beinahe wieder ausgeglichen. Hier nimmt der Gesamtbestand an Kontrakten voraussichtlich um etwas mehr als 23 Millionen zu. Durch den allgemeinen Bevölkerungsrückgang um 5,6 Prozent auf etwa 57 Millionen rechnen Experten 2020 aber dennoch mit insgesamt 13 Millionen Versicherungsverträgen weniger im Bestand der Assekuranzen. Dabei sinkt die Anzahl der 14- bis 49-Jährigen um gut sieben Millionen Menschen. Gleichzeitig wird die Bevölkerungsgruppe 50 plus immer größer. Eine Folge: Mit den etwa 3,7 Millionen zusätzlichen Versicherten in dieser Altersklasse erhöhen sich die Leistungsraten der Versicherer, beispielsweise durch Krankheit im Alter. Die damit verbundenen Zahlungsansprüche steigern das Leistungsaufkommen. Dadurch verteuern sich die Tarifbedingungen. Dies wirkt sich wiederum negativ auf das Neukundengeschäft aus.
Durch kluge Produkt-, Marken- und Vertriebsstrategien kann die Branche gegensteuern und ihre Aktivitäten in den jüngeren Zielgruppen verstärken, um das höhere Risiko mit älteren Kunden auszugleichen. Der Silberstreif am Horizont: Durch stetig sinkende Leistungen der deutschen Sozialsysteme wird sich die Nachfrage nach privaten Versicherungsangeboten nicht nur bei den Jüngeren erhöhen.
