Glossar L bis Z
L - M - N - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
L
Lean Management
Managementphilosophie, gemäß der Unternehmen durch die Verschlankung ihrer Prozesse eine stärkere Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung herbeiführen.
Life Cycle Costing
Methode des Kostenmanagements, das die Ausgaben für ein Produkt von der Idee bis zur Rücknahme bzw. Entsorgung betrachtet.
Location-based Services (LBS)
Mobile Dienstleistungen, die die geographische Position des Nutzers eines Mobilfunkgeräts berücksichtigen und ihn beispielsweise auf Angebote in seiner Nähe aufmerksam machen.
Long Term Evolution (LTE)
Neuer, auch 4G genannter Mobilfunkstandard, der den Vorgänger UMTS (3G-Standard) ablösen und einen ortsunabhängigen drahtlosen Breitband-Internetzugang ermöglichen soll.
Low-Involvement-Produkt
Produkt, mit dem sich der Kunde vor dem Kauf nicht intensiv auseinandersetzt. Hier muss der Anbieter abwägen, welche Intensität der Kundenbetreuung effizient ist. Gegenteil des High-Involvement-Produktes.
M
Machine-to-Machine (M2M)
Kommunikationstechnik nach dem Prinzip, Gegenstände mit "Intelligenz" auszustatten, damit sie miteinander kommunizieren können. M2M wird beispielsweise in der Transportlogistik zur Automatisierung von Wareneingang bzw. -ausgang oder im Maschinen und Anlagenbau zur Automatisierung der Wartung und Instandhaltung genutzt.
Management Information System (MIS)
Grafisch orientiertes Abfrage- und Berichtssystem, das dem Management zur Informationsversorgung dient. Schwerpunkte sind eine kompakte Darstellung der Unternehmenslage sowie das Controlling. In den letzten Jahren wurde in Deutschland vermehrt in MIS, zu deutsch auch Führungsinformationssystem (FIS), investiert, beispielsweise um Vertriebsentscheidungen schneller vorantreiben zu können.
Mass Customization
Standardisierte Individualisierung des Produkt- bzw. Dienstleistungsangebots, verstanden als systematisiertes Variantenmanagement auf der Basis modularer Produkte.
Mean-Co-Lower-Partial-Moment-Modell (M/CLPM-Modell)
Innovativer Ansatz im Risikomanagement, der in der Renditeentwicklung auch „Fat Tails“ (Häufung von Extremwerten) und „Schiefen“ (asymmetrische Verteilung von Werten) berücksichtigt, also keine Normalverteilung voraussetzt. Lower Partial Moments erfassen im Sinne der Investoren nur negative Abweichungen von der Ziel- bzw. Durchschnittsgröße.
MiFID (Markets in Financial Instruments Directive)
Auch: Finanzmarktrichtlinie. Richtlinie der Europäischen Union (EU) zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt. In Deutschland erfolgte die Umsetzung 2007. Ziele sind ein verbesserter Anlegerschutz und ein verstärkter Wettbewerb. „MiFID II“ ist eine potentielle zweite Version, die Lücken der ersten ausgleichen soll.
Mobile Payment
Abwicklung von Zahlungsvorgängen über ein mobiles Endgerät. Technisch ist dies bei Überweisungen und beim Einkauf am Point of Sale möglich.
Modal Split
Die Transportstruktur nach Verkehrsträgern aufgeschlüsselt.
Modularisierung
Aufbrechen integrierter Produkte und Dienstleistungen in Standardbausteine. Einheitliche Schnittstellen ermöglichen die freie Kombinierbarkeit der Module. Ziele sind Kosteneffizienz und Qualitätsgewinne durch Standardisierung auf Modulebene bei gleichzeitig erhöhter Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse von Kunden und Markt auf Produktebene. Ein Dienstleistungsmodul definiert eineTeildienstleistung, den dahinterstehenden Erstellungsprozess auf Mitarbeiter- und IT-Ebene sowie die Schnittstellen zu anderen Modulen.
Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA)
Finanzieller Ausgleich zwischen unterschiedlichen Risikostrukturen von Krankenkassen. Der neue Gesundheitsfonds berücksichtigt neben Alter, Geschlecht und Erwerbsminderung auch Krankheitsrisiken (Morbidität) der Mitglieder. Die Eingruppierung nach insgesamt 80 ausgabenintensiven chronischen Krankheiten erfolgt anhand von Arztdiagnosen und verordneten Arzneimitteln. Weitere Informationen.
Multi Channel Management
Integriertes Management aller Vertriebs- und Informationskanäle eines Unternehmens. Aufgabe des Multikanalmanagements ist es, dafür zu sorgen, dass alle über verschiedene Kanäle ablaufenden Prozesse reibungslos ineinandergreifen.
N
Nachhaltigkeit
Langfristig orientiertes unternehmerisches Handeln. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung, die die Bedürfnisse der Menschen heute befriedigt, ohne die Bedürfnisbefriedigung künftiger Generationen einzuschränken. Dabei werden ökonomische, ökologische und soziale Werte beachtet.
Net Promoter Score (NPS)
Index zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung weiterempfiehlt.
O
Operational Business Intelligence (Operational BI)
Als Operational BI wird die Zusammenführung von Analysedaten mit betrieblichen Prozessen bezeichnet. In naher Zukunft wollen knapp neun von zehn Unternehmnen verstärkt aktiv werden und die bestehenden BI-Technologien enger mit den Anforderungen des aktuellen Tagesgeschäfts verzahnen. Mit den Investitionsplanungen im Bereich Operational BI erreichen die firmeneigenen Informationsdienste eine neue Qualität. Denn statt mit traditionellen BI-Lösungen Managemententscheidungen nachträglich zu analysieren, sollen Führungskräfte nun bereits im Tagesgeschehen wertvolle Informationen erhalten, mit denen sie auftretende Probleme schnell lösen können.
Operation Support Systems (OSS)
Betriebsunterstützungssysteme, die Geschäftsprozesse definieren, organisieren und automatisieren, um im Unternehmen Kosten und Zeit zu sparen.
Opportunity Management
Fortlaufende Erfassung, Pflege und Bewertung jedes Kundenkontakts mit dem Ziel, Verkaufschancen zu erkennen und aktiv verfolgen zu können.
Outsourcing
Auslagerung, Standardisierung und Automatisierung von Prozessen durch einen externen Dienstleister. Die große Mehrheit der Anwender erzielen mit Outsourcing wirtschaftliche Erfolge – die Akzeptanz der Prozess- und IT-Standards des Anbieters spielt dabei eine Schlüsselrolle. Durch Auslagerung, Standardisierung und Automatisierung lassen sich die Kosten in deutschen Finanzdienstleistungsunternehmen um bis zu 30 Prozent senken. Weitere Informationen.
P
Peer-to-Peer-Kreditplattform (P2P-Kreditplattform)
Plattform des Web 2.0, die Kredite unter privaten Internetnutzern vermittelt.
Post Merger Integration (PMI)
Integrationsstrategie nach Fusionen und Übernahmen, um die mit einer Transaktion verfolgten Unternehmensziele zu erreichen. Weitere Informationen zu einem zentralen Steuerungsansatz bei Zusammenschlüssen von Banken und Versicherungen finden Sie hier.
Private Krankenversicherung (PKV)
Einkommensunabhängige, kapitalgedeckte Versicherung privater Anbieter. Ende 2008 waren 8,6 Millionen Bundesbürger privat versichert, weitere 12 Millionen hatten eine private Zusatzversicherung. Der PKV-Verband hat 47 Mitgliedsunternehmen. Diese sind als Aktiengesellschaften (AG) oder als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG) organisiert.
Product Carbon Footprint
CO2-Emissionen, die in der Herstellung und im Vertrieb einer Ware entstehen. Ein Klima- beziehungsweise CO2-Label an der Ware gibt Hinweise auf diese Emissionen. In unterschiedlichen Ländern wird die Einführung solcher Labels geprüft; es existieren bereits Pilotprojekte. In Deutschland wurde 2008 ein solches Projekt unter der Trägerschaft von WWF, Öko-Institut, Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung und des Think Tanks THEMA1 gestartet. Weitere Informationen.
Prozesskostenrechnung
Vollkostenrechnungssystem, das Kosten Geschäftsprozessen zuordnet und über Kostentreiber und Prozessgrößen auf Kostenträger verrechnet. Als kostenstellenübergreifendes Bindeglied zwischen Kostenarten- und Kostenträgerrechnung verbessert sie die Zuordnung der Gemeinkosten. Wird oft als Ergänzung zur Grenzplankostenrechnung eingesetzt.
Public Private Partnership (PPP)
Gemäß Definition des BMVBS die „langfristig vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, bei der die Ressourcen (Know-how, Betriebsmittel, Kapital, Personal) von den Partnern zum gegenseitigen Nutzen in einen gemeinsamen Organisationszusammenhang eingestellt und vorhandene Projektrisiken entsprechend der Risikomanagementkompetenz der Projektpartner optimal verteilt werden.
R
Radio Frequency Identification (RFID)
Technologie zur automatischen Datenerfassung per Funkchip. Sie ersetzt beziehungsweise ergänzt die Warenerfassung durch Barcodes. RFID ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen ohne optisches Lesegerät.
Reengineering
Konzept für die durchgreifende Änderung von Geschäftsprozessen, um Verbesserungen in messbaren Leistungsgrößen wie Kosten, Qualität, Service und Zeit zu erzielen. Reengineering bedeutet, altbekannte Vorgehensweisen aufzugeben und die Arbeit, die in den Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens steckt, aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten sowie dem Kunden einen zusätzlichen Nutzen zu bieten.
Reporting Factory
Einrichtung im Unternehmen, die alle anfallenden Reporting-Aufgaben bündelt und standardisiert.
Return on Investment (ROI)
Methode zur Messung der Kapitalrendite einer Investition.
Rückwärtslogistik
Abholung, Umschlag und Transport von Retouren beim Umtausch oder in Garantiefällen, beim Widerruf im Rahmen des Fernabsatzgesetzes oder im Rahmen der Warenentsorgung und des Recyclings sowie von Verpackungsmaterial. Auch: Reverse Logistics.
S
Sabbatical
Arbeitszeitmodell, bei dem ein Mitarbeiter für eine längere Zeit, meist drei bis zwölf Monate, Urlaub nehmen und danach wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Die Grundlage für diese Auszeit bietet das Teilzeit- und Befristungsgesetz, das eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit ermöglicht.
SAP-Zusatzlösung Intercompany Data Exchange – German Electricity (IDEX-GE)
SAP-Zusatzprogramm, das die Umsetzung der Unbundling-Vorgaben gemäß EnWG erleichtert. Ein erweitertes Berechtigungskonzept ermöglicht es, sensible Informationen des Netzbetreibers vor unbefugten Zugriffen von Mitarbeitern des Energievertriebs zu schützen, zum Beispiel beim Lieferantenwechsel für Strom und Gas.
Serviceorientierte Architekturen (SOA)
Anwendungslandschaft, die statt aus monolithischen Anwendungen aus einzelnen Bausteinen mit klar umrissenen fachlichen Aufgaben besteht. Die Bausteine sind lose gekoppelt und bieten einander Funktionalitäten in Form von (Web-)Services an. Ein Service ist eine definierte Leistung, die in unterschiedlichen Verarbeitungsabläufen verwendet werden kann.
Service-Engineering
Systematische und kundenorientierte Entwicklung von Dienstleistungen nach dem Vorbild der Industrie. Einheitlichen Prozesse sollen alle Entwicklungsphasen von der Ideenfindung über das Servicedesign bis zur Erbringung abdecken.
Service Experience Management (SEM)
Konzept zur Verbesserung der Servicequalität, das ausgehend von dem Anspruch, ein besonderes Kundenerlebnis zu bieten, auf den Kunden zugeschnittene Dienstleistungen entwickelt und so Wettbewerbsvorteile schafft.
Service Level Agreement (SLA)
Dienstgütevereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bezüglich Leistung, Messung und Bedingungen der Erbringung von Dienstleistungen. Wichtiger Bestandteil ist die Dienstgüte (Service Level, Quality of Service).
Service Level Management (SLM)
Prozess der Definition, Überwachung und Optimierung eines Katalogs von IT-Dienstleistungen, die im Rahmen von SLA festgelegt werden.
Shared Services
Zusammenfassung von Diensten aus verschiedenen Bereichen eines Unternehmens. Ziele sind die Verbesserung von Service- und Prozessqualität sowie höhere Kosteneffizienz.
Shared-Service-Center
Organisationsmodell für unternehmensweite Unterstützungsdienste, verknüpft Dienstleistungen der Unternehmenszentrale und einzelner Geschäftsbereiche in neuen Einheiten.
Shareholder Value
Marktwert des Eigenkapitals bzw. Unternehmenswert. Dieser wird durch die auf den Bezugszeitpunkt abgezinsten künftigen freien Cashflows ermittelt, abzüglich des Marktwerts des Fremdkapitals. Ziel wertorientierter Unternehmenspolitik ist nicht nur die Steigerung des Börsenkurses, sondern auch die langfristige Optimierung von Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität.
Single Euro Payments Area (SEPA)
Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, in dem es für den Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen gibt. Ist 2008 in Kraft getreten. Die europäischen Kreditinstitute sind verpflichtet, grenzüberschreitende Massenzahlungen wie Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen nach dem SEPA-Standard vollautomatisiert (STP) durchzuführen. Im November 2009 wurde das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt. Vier von zehn Bankentscheidern rechnen damit, dass dadurch das Geschäft mit innovativen Zahlungsdienstleistungen wächst. Eine gesetzliche Frist zur Ablösung der nationalen Zahlungsmittel gibt es bislang aber nicht.
Six Sigma
Qualitätsmanagementmethode zur Analyse, Messung, Verbesserung und Überwachung von Geschäftvorgängen mit statistischen Mitteln. Ziel ist die Reduzierung von Abweichungen bei den Zielgrößen (Six Sigma = 3,4 Fehler bei 1 Million Vorgängen).
Smart Grid
Neue, intelligente Stromnetze, mit denen sich künftig erneuerbare Energien klug einspeisen oder Strom dann abrufen lässt, wenn er am billigsten ist. Die deutschen Energieversorger sind jedoch in Gefahr, die Chancen des lukrativen Smart-Grid-Marktes zu verpassen. Weitere Informationen.
Smart Metering
Einsatz intelligenter, d.h. elektronischer Strom- und Gaszähler, die eine Fernablesung ermöglichen. „Smart Meter“ übermitteln den aktuellen Strom- bzw. Gasverbrauch über Datennetze. Auch die Datenübertragung zum PC des Verbrauchers ist möglich. Seit Januar 2010 sind die intelligenten Stromzähler in Neubauten und nach grundlegenden Renovierungsarbeiten Pflicht. Weitere Informationen.
Social Media
Soziale Netze im Web 2.0, die als Plattformen zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen dienen.
Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin)
Am 17. Oktober 2008 mit Inkrafttreten des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes geschaffen. Ziel ist es, das Vertrauen in das Finanzsystem wieder herzustellen. Durch staatliche Garantien auf Bankverbindlichkeiten wird die Refinanzierung der Institute am Kapitalmarkt erleichtert. Außerdem kann der Staat direkt Risiken übernehmen und Banken rekapitalisieren.
Stakeholder
Anspruchsgruppen gegenüber dem Unternehmen: Eigentümer (Shareholder), Manager, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Gläubiger, Staat, Öffentlichkeit.
Straight Through Processing (STP)
Automatisierte,durchgängige Bankprozesse,zum Beispiel im Zahlungsverkehr oder im Wertpapiergeschäft. Durch die Verwendung standardisierter Nachrichtenformate können die Prozesse auch über mehrere Unternehmen laufen,ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist.
Supply Chain Event Management (SCEM)
Telematikanwendung zur Steuerung der Logistik. Dabei werden Echtzeitdaten aus dem Warenfluss mit den im System hinterlegten Sollzeiten verglichen, um Störungen aufzuspüren.
Supply Chain Management (SCM)
Planung, Steuerung und laufende Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette einschließlich Transport und Logistik. Insbesondere fällt darunter die Koordination aller Kooperationspartner.
T
Target Costing
Erfolgsorientierte Kostenplanung und -steuerung, die eine stärkere Kundenorientierung bei der Preisgestaltung und bei den Produkteigenschaften verwirklichen will. Die Zielkostenrechnung beantwortet durch eine retrograde Kalkulation die Frage, was ein Produkt angesichts von Kundennutzen und Wettbewerbslage kosten darf, und unterscheidet sich damit von der traditionellen Kosten-Plus-Kalkulation.
TIME-Branche
Aus der Konvergenz der Branchen Telekommunikation, IT, Medien und Entertainment hervorgegangener neuer Wirtschaftszweig, dessen Vertriebsschwerpunkt in den elektronischen Medien liegt.
Total Productive Management (TPM)
Strategisches Managementsystem mit Ursprung in der Anlagenwartung (ursprüngliche Bedeutung: Total Productive Maintenance) zur kontinuierlichen Verbesserung aller Bereiche eines Unternehmens. Ziel: null Defekte, null Ausfälle, null Qualitätsverluste, keine Doppelarbeit.
Total Quality Management (TQM)
Durchgängige, kontinuierliche und alle Bereiche einer Organisation umfassende Qualitätssicherung.
Tracking and Tracing
Sendungsverfolgungssystem, das Auskunft darüber gibt, wo sich Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt befinden. Dabei bezeichnet Tracking die aktuelle Ortsbestimmung eines bestimmten Objekts zu einem bestimmten Zeitpunkt (Status). Tracing erfolgt zeitlich nach dem Transport und soll den kompletten Sendungsverlauf im Nachhinein aufzeigen.
Transaktionsbank
Hoch automatisierter, technologieorientierter Abwicklungsdienstleister von Bankprozessen für Banken und Nichtbanken.
Transformationsmanagement
Management tiefgreifender Veränderungen im Unternehmen, die mit einem Strategiewandel, Fusionen und Übernahmen, dem Umbau der Unternehmensprozesse oder einem Wandel der Zielmärkte und -kunden einhergehen. Der "Faktor Mensch" ist, noch vor der Kostenkalkulation, die größte Herausforderung bei Transformationsprojekten. 57 Prozent der deutschen Manager haben beispielsweise die Erfahrung gemacht, dass vor allem die fehlende Akzeptanz in der Belegschaft geplanten Änderungsvorhaben im Wege steht.
Transportmanagement
Durch spezielle IT-Anwendungen unterstützte Verwaltung, Abrechnung, Kontrolle und Durchführung von Transportdienstleistungen. Weitere Informationen auf der Branchenseite Transport.
Treasury
Funktion des Finanz- und Finanzrisikomanagements in Unternehmen und Verwaltungen.
U
Unbundling in der Energiebranche
Gesellschaftsrechtliche, organisatorische und informatorische Entflechtung von Netzbetrieb und Energieversorgung, vorgeschrieben im EnWG. Die vom Gesetzgeber beschlossene Entflechtung der Energieversorgungsunternehmen fordert auf organisatorischer und Ebene und in der Unternehmens-IT Innovationen. Weitere Informationen.
Unique Selling Proposition (USP)
Alleinstellungsmerkmal eines Anbieters bzw. Angebots, das Kunden einen exklusiven Vorteil bietet und dem Anbieter einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern verschafft. Kunden den USP des Unternehmens bzw. Angebots zu vermitteln, ist eine zentrale Aufgabe des Marketings sowie der Vertriebsmitarbeiter.
Up-Selling
Querverkaufsstrategie, bei der Kunden überzeugt werden, höherwertige Produkte als ursprünglich gewünscht zu kaufen.
V
Versicherungsfabrik
Versicherungsgesellschaft, die auf das Insourcing von Geschäftsprozessen der Assekuranz spezialisiert ist, beispielsweise Produktion von Standardpolicen.
Vertriebsprozessmanagement
Steuerung einzelner Arbeitsschritte im Vertrieb mit dem Ziel, die vorhandenen Effizienzpotentiale besser auszuschöpfen. Dabei gilt es, die Schnittstellen ineinandergreifender Prozesse zu optimieren, Redundanzen zu eliminieren und die Vertriebstätigkeiten in Bezug auf ihre Wertschöpfung zu bewerten. Weniger wertschöpfende Vertriebstätigkeiten werden standardisiert oder gebündelt. Weitere Informationen.
Vertriebsstrategie
Strategie, die darüber entscheidet, mit welchen Maßnahmen die Vertriebsziele erreicht werden sollen. Sie legt fest, welche Kunden auf welchem Weg wie angesprochen werden. Die Vertriebsstrategie richtet sich nach dem Unternehmensziel. Ihre Umsetzung manifestiert sich in Zielvereinbarungen, Organisationsstrukturen, Systemen und Prozessen.
Voice-Video-Portal
Interaktive Telefonnavigation für Mobilfunkendgeräte mit Breitbandübertragung. Virtuelle Moderatoren und situativ erscheinende Menüs erleichtern die Abwicklung.
VVG-Novelle
Modernisierung des Versicherungsvertragsrechts, vor allem unter Verbraucherschutzaspekten, betrifft fast alle Sparten und Unternehmensbereiche. Trat für neue Verträge zum 01.01.2008, für bestehende Verträge zum 01.01.2009 in Kraft. Informationspflichtenverordnung ist seit dem 01.07.2008 wirksam. Inhalte sind u.a. höhere Rückkaufwerte bei Lebensversicherungen, Beteiligung der Versicherungsnehmer an stillen Reserven. Maximale Vertragslaufzeit: drei statt fünf Jahre, Offenlegung der Abschlussprovisionen vor Vertragsabschluss. Ein Jahr nach Inkrafttreten der Novelle des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) und der Versicherungsvermittlerverordnung verwenden Vermittler rund vier Prozent mehr Zeit für administrative Tätigkeiten. Weitere Informationen.
W
Webservices
Programm, das die direkte Interaktion zwischen IT-Anwendungen unter Verwendung XML-basierter Nachrichten und internetbasierter Protokolle ermöglicht.
Wertemanagement
Systematische Optimierung von Unternehmenswert, Kundenwert und kulturellen Werten.
Whistleblower
Hinweisgeber, der Missstände, illegales Handeln oder allgemeine Gefahren, von denen er an seinem Arbeitsplatz erfährt, bekanntmacht. Weitere Informationen
White-Label-Produkte
Produkte, die nicht unter dem Namen des Herstellers, sondern unter der Marke eines Vertriebsunternehmens verkauft werden.
Workflowmanagement
IT-Anwendung zur effizienten Abwicklung und Steuerung arbeitsteiliger Prozesse. Ein Workflow ist ein Ablauf, der aus einzelnen Aktivitäten aufgebaut ist, die sich auf Teile eines Geschäftsprozesses oder andere organisatorische Vorgänge beziehen. Dabei beschreibt ein Workflow ausführlich die operative Ebene; idealerweise so exakt, dass die folgende Aktivität durch den Ausgang der jeweils vorangegangenen determiniert ist.
Workflowmanagementsystem
IT-Anwendung zur effizienten Abwicklung und Steuerung arbeitsteiliger Prozesse. Ein Workflow ist ein Ablauf, der aus einzelnen Aktivitäten aufgebaut ist, die sich auf Teile eines Geschäftsprozesses oder andere organisatorische Vorgänge beziehen. Dabei beschreibt ein Workflow ausführlich die operative Ebene; idealerweise so exakt, dass die folgende Aktivität durch den Ausgang der jeweils vorangehenden determiniert ist.
Y
Yard Management
Systematische Frachthofverwaltung zur Koordinierung von Frachthofbewegungen mit Wareneingang und Auftragsausführung. Dazu gehört die Steuerung von Fahrzeugen, Anhängern und Containern auf dem Gelände sowie des Liefer- und Abholverkehrs.
Yield Management
Optimierung der Kapazitätsauslastung durch alternative Pricing-Modelle, auch Ertragssteuerung genannt. Das Konzept kommt ursprünglich aus dem Luftverkehrsmanagement, wird heute aber auch im Air-Cargo-Bereich, in der Containerschifffahrt, bei Schienentransporten und im Straßengüterverkehr angewandt.
Z
Zwei-Mandanten-Modell, Zwei-Systeme-Modell sowie Zwei-Verträge-Modell in der Energiebranche
Beim Zwei-Mandanten-Modell handelt es sich um eine Möglichkeit für integrierte Energieversorger, das informatorische Unbundling in der IT abzubilden. Für einen Kunden existieren zwei Vertragskonten, je eines für die Netznutzung und eines für die Energielieferung. Im Gegensatz dazu steht das Zwei-Systeme-Modell. Hier werden Netzbetrieb und Energieversorgung auf zwei unterschiedlichen Systemen (getrennte Hardware) gebucht. Beim Zwei-Verträge-Modell dagegen erfolgen die Buchungen für einen Kunden auf einem Vertragskonto, das in zwei Buchungskreise – den Netztvertrag und den Liefervertrag – unterteilt ist.
